Das knallbunte Leben
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  • Floaten im Samadhi-Tank

    Geschrieben am 3. Oktober 2011 Heike Schulze Keine Kommentare

    Vor ungefähr 15 Jahren war ich zum ersten Mal in einem Samadhi-Tank zum Floaten. Damals war das noch eine recht unbekannte Freizeitbeschäftigung. Dann habe ich das Floaten für einige Zeit aus den Augen verloren, aber in diesem Jahr war ich bereits 3x in unterschiedlichen Floatarien im Samadhi-Tank. Floaten geht auf John C. Lilly, einen amerikanischen Neurophysiologen, zurück, der erweiterte Bewusstseinszustände erforschte.

    Floaten ist ja ein bisschen wie im Toten Meer zu schweben mit völligem Reizentzug, weil der Tank dunkel und geschlossen ist. Ich liege da praktisch wie in einer großen Gebärmutter und höre nichts außer meinem eigenen Herzschlag und Atem.

    Und ich sehe natürlich auch nichts. Es ist ein bisschen vergleichbar mit dem Reizentzug im Dunkelrestaurant, aber eben nur ein bisschen, denn im Dunkelrestaurant schwebe ich ja nicht und beim Floaten habe ich kein Geschmackserlebnis ;-).

    Floaten ist wunderbar gegen Verspannungen und Stress, zur Anregung der Kreativität und zur Erforschung erweiterter Bewusstseinszustände.

     

    Meine Erfahrungen in den verschiedenen Floatarien

    Zuerst mal das Tranxx in Berlin. Das wirbt ja mit dem Slogan „Berlins schönstes Schwebebad“ und dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Das Tranxx hat eine moderne, großzügige, gemütliche Einrichtung in hellgrün und orange und ich kann dort in der 2 x 2m großen Pyramide ganz allein floaten. Da ist richtig Platz und die Pyramidenform ist auch toll.

    Nach dem Floaten habe ich noch die Möglichkeit, so lange ich will, nachzuruhen und von dieser Möglichkeit mache ich sehr gern Gebrauch nach dem Floaten, denn ich komme da in einen so derart verlangsamten Zustand, dass ich z.B. im Berufsverkehr doch ein ziemliches Hindernis darstelle, wenn ich die Treppen zur S-Bahn langsam hoch laufe und alle um mich herum hetzen. Also das Tranxx ist wirklich super und auf alle Fälle einen Besuch wert.

    Dann war ich im Float Potsdam, denn ich hatte über Ebay einen Gutschein für dieses Floatarium ersteigert. Und Potsdam ist ja auch immer wieder eine Reise wert! Das Float Potsdam hat keine Nachruhemöglichkeiten, was mich sehr verwundert hat. Dafür gibt es dort auch ein Schwebebad, das offen ist, also für Menschen, die schnell Platzangst bekommen, sehr geeignet ist. Ich bin aber auch dort in den Tank gegangen und fand z.B. gut, dass da im Floatraum direkt neben dem Tank eine Massageliege steht.

    Wer es also mag, sich nach dem Floaten massieren zu lassen, der braucht nicht erst den Raum zu wechseln wie im Tranxx. Der Tank ist in Potsdam nur für eine Person ausgelegt, dafür aber auch so modern wie im Tranxx, d. h. am Ende der Session geht das Licht im Tank an und der Deckel geht auf.

    Zu guter Letzt habe ich kürzlich das Float Berlin besucht. Dort ist die Location auch kleiner als das Tranxx und es gibt ein Romantikbad und einen recht alten Tank, der noch wirklich wie ein Tank aus Lillys Zeiten aussieht. Am Ende der Session klopfte jemand vom Personal gegen den Tank und ich musste darauf reagieren. Das war ungewohnt, aber tat dem Floatingerlebnis keinen Abbruch.

    Als besonderes Highlight habe ich hier den leckeren Zimt-Gewürztee nach dem Floaten empfunden. Eine direkte Nachruhemöglichkeit gibt es hier auch nicht, aber im Vorraum gibt es eine gemütliche Sitzecke, in der ich in Ruhe meinen Tee trinken konnte.

    Also, wenn Du noch nie floaten warst, wenn Du mal wieder richtig zu Dir kommen willst oder einfach nur entspannen möchtest – probiere es aus. Es lohnt sich! Und pass‘ beim Aussteigen aus dem Tank bitte auf, damit Dir das Wasser nicht in die Augen kommt. Das Salz brennt nämlich in den Augen, aber ich habe bisher in jedem Tank einen trockenen Waschlappen vorgefunden, mit dem ich dem Brennen abhelfen konnte.

     

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