Das knallbunte Leben
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  • Kunlun Neigong und der Rote Phoenix – eine taoistische Glückseligkeitspraxis

    Geschrieben am 27. September 2012 Heike Schulze Keine Kommentare

    Seit knapp einem Jahr betreibe (oder „spiele“, wie die Kunlun-Praktizierenden gern sagen) ich nun schon Kunlun Neigong, eine taoistische Glückseligkeitspraxis, die so einfach wie wirkungsvoll ist. Was mir an Kunlun Neigong so gut gefällt, ist, dass ich nicht – wie beim Qi Gong – viele Techniken lernen muss, sondern dass ich eine einzige simple Technik habe und dann – ähnlich wie bei Continuum Movement – den Körper einfach seine Bewegungen machen lasse, d. h. die Körperweisheit kann sich durch Kunlun Neigong ausdrücken und wird nicht in irgendwelche Regeln gepresst.

    Durch regelmäßiges Praktizieren von Kunlun Neigong werden Körper und Geist sowie das gesamte Meridiansystem nach und nach gereinigt, so dass der Körper mehr Energie aufnehmen kann und sich mehr Lebensfreude einstellt. Ich kann mich noch sehr genau an den Workshop erinnern: Beim ersten Praktizieren von Kunlun Neigong dachte ich, wie kann das denn sein, dass ich mich in einer so merkwürdigen Körperhaltung so glücklich fühle? Das hat mich doch ziemlich geflasht und mir auch den nötigen Drive gegeben, dran zu bleiben an Kunlun Neigong und es auch weiterhin zu praktizieren.

    Was ich am Kunlun Neigong gut finde, ist, dass ich nicht gezwungen bin, täglich zu praktizieren. Für die erste Zeit nach dem Workshop wird empfohlen, 6x pro Woche zu praktizieren, was ich auch eingehalten habe und es hat mir sehr viel gebracht. Es gibt keine festgelegte Zeitdauer, wie lange praktiziert werden soll. Und ich kann nach einigen Monaten durchaus mal eine Weile aussetzen mit dem Praktizieren. Da ich selbst ja noch mit vielen anderen Tools arbeite, habe ich in letzter Zeit öfter mal mit Kunlun Neigong ausgesetzt. Ich habe aber auch gemerkt, dass mein Körper manchmal „wie von selbst“ Kunlun Neigong macht, d. h. er macht mitunter, z.B. bei der Rosen-Methode, von selbst solche Bewegungen, wie er sie sonst während des bewussten Praktizierens macht.

    Bestandteil des Kunlun Systems ist auch die Praxis des „Roten Phoenix“, eine Art Visualisierungs- und Atemtechnik, die das dritte Auge öffnet und das verborgene Potenzial im Gehirn aktiviert. Kunlun Neigong wurde von Max Christensen, Lama Ngakpa Dorje, verbreitet und kann nicht aus Büchern gelernt werden. Es ist kein Guru-System, d. h. jeder Schüler kann nach dem Absolvieren des Kunlun-Neigong-Workshops der Stufe I selbständig Kunlun Neigong praktizieren. Das ist aus meiner Sicht ein weiterer Vorteil dieses wunderbaren Systems.

    Ein sehr interessantes Interview mit Max Christensen findest Du hier.

    Es gibt drei Level der Kunlun Methode, wobei Du nicht alle Level unbedingt brauchst. Schon mit dem ersten Level ist das System in sich völlig abgeschlossen. So wie bei Seraphim Blueprint auch. Mit Level 1 kommt eine Beseitigung von Blockaden des Körpers in Gang und alle anderen Level dienen der weiteren spirituellen Entwicklung.

     

    Wie es dazu kam

    Das ist immer wieder sehr interessant: Wenn ich mir überlege, wie ich zu welchen Workshops, Techniken und Tools gekommen bin, reihen sich Wunder an Wunder und Dinge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, verketten sich auf fast mysteriöse Weise. Zunächst habe ich beim Musik-Verstehen-Seminar eine Frau kennen gelernt, die mittlerweile eine sehr liebe Freundin von mir geworden ist. Sie ist Gesundheitsberaterin und als wir in der Mittagspause ins Gespräch kamen und unser mitgebrachtes Essen zu uns nahmen, kamen wir logischerweise auf das Thema Ernährung zu sprechen. Ich war zu dem Zeitpunkt recht zufrieden mit meiner ayurvedischen Ernährung. Was mich aber daran störte, war das viele Kochen.
    Diese Frau erzählte mir von der Befreiten Ernährung nach Christian Opitz, und da ich Christians Lebensweg seit ich ihn kennen gelernt habe, also seit Mitte der 90er Jahre, in Abständen immer wieder mal verfolge und weiß, dass das, was er macht, so richtig genial ist, habe ich mir gedacht, ich probiere das mit der Befreiten Ernährung mal aus. Da muss ich nicht viel kochen und der Körper bekommt alles, was er braucht. Und ich bin dabei geblieben. Als ich mir die Webseite über die Befreite Ernährung näher angesehen habe, bin ich auf Kunlun Neigong gestoßen und sofort war mir klar: Das möchte ich gern lernen!

    Also habe ich im Internet weiter geforscht und festgestellt: So viele Lehrer gibt es in Deutschland gar nicht. Ich habe außer Christian noch Asko Pawlak und Jan Günzel gefunden und den Workshop bei Jan absolviert. Dort habe ich auch diverse andere Techniken gelernt, mit denen ich aber nicht weiter gearbeitet habe, denn irgendwo hat der Tag ja auch nur 24 Stunden… 😉

    Hier habe ich ein Video von Christian Opitz über Kunlun Neigong eingefügt.

    Nachtrag am 15.12.2014: Mein Kunlun-Lehrer Jan Günzel hat brandneu 2 tolle CDs (auch als MP3-Download erhältlich) produziert. Wunderschöne, berührende, unaufdringliche, herzöffnende Musik, nicht nur für Kunlun, sondern auch für Qi Gong, Tai Chi, Meditation, Kampfkünste – oder einfach so zum Tanzen und Wohlfühlen. Ich persönlich empfinde sie als Musik zwischen den Dimensionen. Etwas ganz Besonderes!

     

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