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  • „Birth into Being“ oder Die Veränderung der limbischen Prägung

    Geschrieben am 11. Dezember 2012 Heike Schulze 2 Kommentare

    Nun ist es schon fast 3 Wochen her, seit ich am „Birth into Being„-Seminar teilgenommen habe und ich habe das Gefühl, als wäre es schon zig Jahre her. Die Zeit scheint nur so zu rasen!

    Zu „Birth into Being“ kam ich auf Empfehlung meines Freundes. Er hatte das Video, das ich gleich mal hier einfüge, gesehen und mich gebeten, es auch einmal anzuschauen.

    Tja, was soll ich sagen? Ich habe mir das Video angesehen und war sofort Feuer und Flamme! Das klang so, als würde ich hier an mein Ur-Thema herankommen, an das ich bisher nie heran gekommen war. Und das ich auch gar nicht konkret hätte benennen können.

    Ich wusste nur, da ist etwas: Eine Blockade, die sehr alt ist. Mir war auch klar, dass ich an diese Blockade mit irgendeiner White-Light-Technik heran kommen würde, aber noch bin ich ja in der Ausbildung zur White-Light-Begleiterin und wir haben noch nicht mit allen Techniken gearbeitet. Außerdem faszinierte mich dieser Ansatz mit der limbischen Prägung.

    Hier habe ich einen Artikel gefunden, der zwar nicht direkt etwas mit dem Seminar zu tun hat, der aber, so finde ich, sehr gut aufzeigt, wie sich solche Prägungen im Menschen festsetzen.

    Ich hatte vor einigen Wochen ein ziemlich heftiges Erlebnis, bei dem es sich so anfühlte, als würde ich noch einmal miterleben, wie es ist, in einen engen Körper zu gehen und das hat mich eine Weile sehr stark beschäftigt. Von daher war ich für das Thema ziemlich sensibilisiert. Und ich wollte natürlich auch gern die drei Frauen kennen lernen, die dieses Seminar leiten würden. Außerdem interessierte mich, wie diese Arbeit abläuft. Mich interessierte der Film „Birth as we know it“. Und mich interessierte, was für Menschen wohl an solch einem Seminar teilnehmen würden.

     

    Die Entwicklerin des Seminars: Elena Tonetti-Vladimirova

    Das „Birth into Being“-Seminar wurde von Elena Tonetti-Vladimirova, einer Russin, entwickelt, nachdem sie in den 80er Jahren am Schwarzen Meer viele Erfahrungen mit Wassergeburten gesammelt und sehr viel an sich selbst gearbeitet hatte.

    Sie bemerkte, wie viel lebensfroher die natürlich geborenen Babies waren und hatte die Vision, dieses Wissen in der Welt zu verbreiten. damit so viele Eltern wie möglich ihren Kindern einen optimalen Start ins Leben geben können. Wenn nämlich eine Frau ein Kind gebärt, kommen ihre unverarbeiteten Emotionen aus dem Unterbewusstsein hoch und werden direkt an das Kind weiter gegeben. Und auch die des Vaters…

    Daher ist es äußerst wichtig, dass die Mutter diese Muster vor der Geburt aufarbeitet, wenn das Kind einen optimalen Start ins Leben haben soll. Aber auch alle anderen Menschen erweisen sich und der Welt einen großen Dienst, wenn sie ihre limbische Prägung auflösen und ihr volles Potenzial entfalten.

     

    Das Seminar

    Das Seminar begann an einem Mittwochabend mit der Vorführung des Films „Birth as we know it“. Ich füge Dir hier mal den englischen Trailer ein. Den deutschen Trailer findest Du im oberen Video ab der 42. Minute.

    Den Film fand ich sehr bewegend. Nicht zuletzt aufgrund des doch recht krassen Unterschiedes zwischen einer natürlichen Geburt und einer Geburt, wie sie derzeit noch sehr oft in unseren Krankenhäusern in kalter, klinischer Atmosphäre abläuft, z.B. Kaiserschnitt. Nach dem Film konnten wir alle noch Fragen stellen, die von den Seminarleiterinnen Stefanie Glaser, Alexandra Lehmann und Ulrike Remlein geduldig beantwortet wurden.

    Am nächsten Tag begann Level I des Seminars. Darin ging es  zwei Tage lang um die limbischen Prägungen, die in der Zeit von der  Empfängnis bis zur Geburt entstanden waren. Danach gab es Level 2, in dem die Prägungen, die nach der Geburt in der Kindheit entstanden, bearbeitet wurden. Der gesamte Workshop fand in einer sehr sehr achtsamen Atmosphäre statt. Die drei Workshopleiterinnen waren äußerst präsent, arbeiteten so zusammen, als würden sie nie etwas anderes machen und waren jederzeit darum bemüht, das energetische Feld, das einen ganz wesentlichen Teil dieser Arbeit darstellt, in liebevoller Atmosphäre aufrecht zu erhalten.

    Ich habe, wie Du sicher in meinem Blog gelesen hast, ja schon an vielen Workshops teilgenommen. Dieser hier war von der Atmosphäre her ein ganz besonderer. Sehr liebevoll, sehr achtsam und ich kann sagen: Wir alle, die daran teilgenommen haben, haben uns äußerst wohl, geborgen und behütet gefühlt. Und das, obwohl bei jedem von uns ziemlich heftige Themen aufkamen. Es fühlte sich für mich oft an wie eine ganz natürliche Nach-Beelterung auf eine sehr herzberührende Weise.

    In dieser liebevollen und achtsamen Atmosphäre war es absolut erlaubt und erwünscht, alle Gefühle, die auftraten, auszudrücken, egal, ob wir sie als gut oder als schlecht bezeichnen würden. Oder anders herum gesagt: So heftige Themen können nur in einer liebevollen und achtsamen Atmosphäre bearbeitet werden, weil dann einfach das Gefühl von Angenommen-Sein und Sicherheit da ist, das früher, im Mutterleib bzw. in der Kindheit, so oft nicht da war.

    Wir haben viel mit Bewegung gearbeitet und mit einer speziellen Atemtechnik, um die alten Prägungen aufzulösen und neue Prägungen im Gehirn zu verankern. Wir haben gespielt, gelacht, geweint,getanzt,  waren wütend, haben meditiert, geredet, gemeinsam gegessen und gesungen und hatten eine äußerst intensive Zeit. Und bei jedem von uns stand am Ende – das war bei Einigen nach den zwei Tagen des Level-1-Seminars und bei denen, die weiter gemacht haben, noch einmal am Ende des Level-2-Seminars – ein Durchbruch, den wahrscheinlich keiner von uns  auf diese Weise erwartet hatte. Ich war jedenfalls ziemlich erstaunt. Auch von dem, was sich unmittelbar nach dem Seminar bei mir ereignete.

    Ja, es war richtig Arbeit mit Körper, Psyche, Emotionen, Atem etc. Aber andererseits bin ich sehr froh, an diesem so heilsamen Workshop teilgenommen und diese Art der Arbeit mit der limbischen Prägung kennen gelernt zu haben. Und endlich ein Gefühl dafür bekommen zu haben, wie es ist, voll und ganz im Körper präsent zu sein.

    Ich selbst hatte mich zunächst nur für Level 1 entschieden, hatte aber am Ende des Level-1-Workshops das Gefühl, noch ein wenig Zeit mit den Menschen, die ich auf so intensive Weise kennen gelernt habe, verbringen zu wollen. Und: Es war für mich die richtige Entscheidung, obwohl gleich nach der Entscheidung Widerstände bei mir aufkamen und ich meinen Körper am ersten Tag von Level 2 mal wieder sehr angestrengt nach Berlin geschleppt habe, wie es schon öfter mal bei Workshops vorkam. 😉 Aber das änderte sich sehr schnell, als ich wieder im Workshopraum ankam und das dortige Energiefeld spürte.

    Insgesamt kann ich die Arbeit der drei Workshopleiterínnen sehr empfehlen. Sie ist heilsam, sehr wertvoll, äußerst berührend, nährt die Seele und diese Achtsamkeit, in der der Workshop stattfand, habe ich so bisher leider nur selten erlebt. Noch scheint „Birth into Being“ eine Art Geheimtipp zu sein. Aber ich denke, hoffe und wünsche, dass sich das in Kürze sehr schnell ändern wird.

     

     

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    • Toll und interessant Video, es gibt ja welche wirklich faszinierende Sachen drin, von denen ich vorher noch nie gehört habe. Danke für die interessante Information!

    • Das freut mich, dass ich Ihnen mit dem Beitrag neue und interessante Informationen vermitteln konnte. Und: Es hat mich gleich inspiriert, demnächst einen Blogpost zum Thema Weiblichkeit zu schreiben. Danke für die Inspiration.

      Freundliche Grüße,
      Heike Schulze


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